Die Literatür

In dieser Rubrik öffnen sich Türen – zu allerlei spannenden Kolumnen, Rezensionen, Texten und
sonstigen visuellen, auditiven wie audiovisuellen Beiträgen rund um das Thema Literatur und Sprache.

The 'Literatür' 

 This section opens doors – to all sorts of enthralling colums, reviews, texts and
other visual, auditory as well as audiovisual articles and pieces relating to literature and language. 

Literatür # 16

Zehn Zeilen Du (# 1)

Ein lyrischer Beitrag von Marcel Janczik


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Ich schreibe, weil es mir hilft, meine Gedanken zu ordnen, aber auch, weil sich für mich hinter den verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten einzelner Worte die geheimnisvolle Macht der Sprache verbirgt."

© Literatür: 2022 Alexander Walz

(veröffentlicht am 02.10.2022)

Literatür # 16

Prolog zur Königin der Nacht

Ein Beitrag wider den schönen Schein, von Julia Kulewatz

Mit dem Essay Königin der Nacht. Wider den schönen Schein in Mozarts "Zauberflöte" begründet Julia Kulewatz die verlagseigene Edition Schwarzer Kater, eine Reihe, in der auf den ersten Blick vor allem nicht ganz unmerkwürdige literarisch-wissenschaftliche Texte von überschaubarer Länge veröffentlicht werden.
 
(veröffentlicht am 04.09.2022)

Literatür # 15

Beim Alten

Ein lyrischer Beitrag von Tommi Brem


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Ich schreibe, weil ich die Texte, die mir in den Kopf kommen, sonst nicht mehr aus demselben bekomme. Und da lungern sie dann rum und rumoren. Hat auch keiner was von."

(veröffentlicht am 07.08.2022)

Literatür # 14

"Weit schaue ich ..."

Prolog zu "Sonnenstadt" von Boris Hoge-Benteler

Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Ich schreibe, weil Fiktion und Wirklichkeit sich nicht aus-, sondern einschließen. Weil ich einem allzu selbstsicheren Realitätsgerede noch nie über den Weg getraut habe. Weil es ebenso ein Wagnis wie befreiend ist, das normierte Raumzeitgerüst der Tage wieder wanken zu sehen und für dies Wanken eine Sprache zu suchen. Nicht festschreiben möchte ich, vielmehr sollen Denken und Wahrnehmen im Schreiben wieder durcheinander und in Fluss geraten, ihre Brüchigkeit wieder sichtbar werden dürfen. "
 
(veröffentlicht am 03.07.2022)

Literatür # 13

Gebliebene Jacoba

Zwei Gedichte von Julia Kulewatz


Jede unserer Literatüren ist etwas Besonderes, ein kleiner Schatz, in literarischer wie optischer Hinsicht. Diese Literatür aber beschreitet einen neuen, einen ganz und gar eigenen Weg. Denn erstmals gibt es noch unveröffentlichte Texte unserer Verlagsleiterin Julia Kulewatz. Beide Texte sind während ihres Aufenthaltes als Stadtschreiberin von Neu-Ulm entstanden und werden Bestandteil ihres Buches "Die Verlebendigung der Dinge" sein, das 2023 im axel dielmann – verlag erscheint. Es ist damit eine kleine Premiere, die wir Ihnen hiermit präsentieren dürfen. Die Literatür stammt von dem Autor, Zeichner und Buchgestalter Florian L. Arnold, einem der kreativsten Köpfe, den wir kennen. Sie trägt den Titel "another door to go through" (2011). Ein herzliches Dankeschön an zwei literaturliebende und vielgeistige Menschen: Julia Kulewatz und Florian L. Arnold.

Wer mehr über unsere Stadtschreiberin erfahren möchte, der schaut am besten auf ihrem Blog vorbei. Dort findet sich vielleicht auch eine Antwort auf die Frage, warum sie schreibt.

(veröffentlicht am 05.06.2022)

Literatür # 12

Schwebleben

Eine Kurzgeschichte von Birgit Jaeckel


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Weil es mich erfüllt. Mir Freude macht. Und immer eine spannende Reise ist."
 
(veröffentlicht am 01.05.2022)

Literatür # 11

Anschlagskultur

Ein Gedicht von Herbert Hindringer


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Ich schreibe, weil ich nicht tanzen kann. Ich blute auf meine Füße, aber ich sterbe nicht. Ich will später sterben, nach dem Schreiben. Nach dem Schreiben habe ich gelebt."

(veröffentlicht am 03.04.2022)

Literatür # 10

Amaranthrot / Großvaterbecher / Siebenmeilenblumen

Literarische Miniaturen von Ulrike Ruppin


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Mit der Antwort auf die Frage, warum ich schreibe, könnte ich sicherlich Seiten füllen. Aber ich kann mich auch kurz fassen: Ich denke, ich schreibe, weil es belebt - mich selbst und hoffentlich auch andere."

(veröffentlicht am 06.03.2022)


Literatür # 9

Grüße aus dem Schützengraben

Ein Gedicht von Jonas Gawinski


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Ich schreibe, um dem Blendwerk etwas entgegenzusetzen, die Dunkelheit zu entschleunigen und den Regen zu beschwören, die Wolken beiseitezuschieben und den Sturm zu küssen."

(veröffentlicht am 06.02.2022)


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Literatür # 8

in den siebten tag / brachmond / ränder am tag

Gedichte von Christina Klauke


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Seit ich denken kann, interessiert mich die Sprache in all ihren Nuancen und Möglichkeiten. Als Kind dachte ich, alle Probleme in der Welt ließen sich auf dieser Ebene lösen, da man ja alles verbal aussenden und empfangen kann. Das Leben relativierte diese Überzeugung im Laufe der Zeit. Doch davon, dass über das geschriebene und gesprochene Wort Erlebnisse, Erkenntnisse und Ideen auf eine ganz besondere Weise transportiert werden, bin ich überzeugt. Wir besitzen so eine  wunderbare Speicherform für Erfahrungen, Gefühle und Fantasie. Nebenbei zeigte sich auch das therapeutische Potential der Sprache. Unzählige Nächte lang arbeitete ich auf diese Weise an meiner eigenen Rettung."

(veröffentlicht am 02.01.2022)


Literatür # 7

Grün

Eine Kurzgeschichte von Theresa Ender


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Selbst zu schreiben erschien mir ab meiner frühesten Jugend als ganz natürlicher nächster Schritt, da Bücher und Geschichten mich schon immer umgeben haben. Zuerst wurden sie mir vorgelesen und später konnte ich dann selbst eintauchen."

(veröffentlicht am 05.12.2021)


Literatür # 6

Bardabunga inside

Ein Gedicht von Philipp Schaab


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Schreiben ist nicht immer schön, oft ist es anstrengend und bisweilen schlicht lästige Arbeit. Aber ohne geht es nicht, die kreative Energie ist da und sie sucht sich mittels Stift und Tastatur ihren Weg nach draußen. Bilder, Empfindungen, Gedanken, Emotionen und Geschichten sammeln sich an, türmen sich auf, sind wie ein Berg von Schutt, der abgetragen werden muss, oder es kommt zu einer Lawine. Es muss sein."

(veröffentlicht am 07.11.2021)


Literatür # 5

Was singen wir

Ein Gedicht von Mayjia Gille (inklusive Übersetzung ins Belarussische von Alhierd Bacharevič)


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Mit neun habe ich angefangen zu schreiben: Gedichte, Tagebuch, Storys. Zeitgleich fing ich an, Musik zu machen. Seitdem höre ich nicht mehr damit auf. Mit gar nichts von allem … Schreiben ist für mich nährend. Einsaugen von Wahrhaftem, Komposition. Lebendig. Thesen, die ich für andere an die Tür schlage, Kriegserklärung, Freiheitssong und bekennender Brief an die Liebe. Meine urgeigenste Form des Gespräches mit Gott, den Menschen, Dingen und mit mir selbst. Frage und Antwort auf zwischenmenschliche Beziehungsmechanismen, unerwartete Begegnungen, unfassbare Geschehnisse in der Welt und in uns, wie Musik, Malerei und Theater: schöpferisches Erfinden eigener Abbildung der vielen Arten von Wahrnehmungen."

(veröffentlicht am 05.09.2021)


Literatür # 4

Regentanz

Eine Kurzgeschichte von Ronny Thon


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Es ist zum einen sehr befreiend, seine bösen Gedanken, Lügen und die Schatten der Seele auf Papier verbannen und damit Menschen eine Freude machen zu können. Zum anderen ist es sehr befriedigend, seine glücklichen Momente, Träume und die Wärme des Herzens schwarz auf weiß vor sich zu haben und zu wissen, wer man eigentlich ist oder sein könnte."

(veröffentlicht am 01.08.2021)


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Literatür # 3

Anstandslos

Eine Kurzgeschichte von Birte Holschuh


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Schreiben ist für mich die Ausdrucksweise, bei der ich ganz bei mir bin. Jeder Text trägt auch eine Botschaft an sich selbst."

(veröffentlicht am 04.07.2021)


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Literatür # 2

aus liebe zu den lügen // WAHRHEIT

Zwei Gedichte von Mark Klenk


Der Autor zur Frage, warum er schreibt:

"Man fragt, warum ich schreibe? La Passion! In mir ist ein Feuer gemischt mit zahllosen Gedanken, Eindrücken, Hoffnungen ... und Leidenschaften. Ich möchte das Feuer (und mehr!) mittels der Literatur, der Kunst und des Lebens weitergeben. Haifische müssen schwimmen, sonst sterben sie. Ich muss schreiben.

People ask why I write? La Passion! Inside of me is a fire mixed with countless thoughts, impressions, hopes ... and passions. I want to pass on the fire (and more!) by means of literature, art and life. Sharks must swim, otherwise they die. I have to write."

(veröffentlicht am 06.06.2021)

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Literatür # 1

Wie ich bei meiner ersten Lesung der Königin von Dänemark begegnete

Eine Kurzgeschichte von Friederike Franz


Die Autorin zur Frage, warum sie schreibt:

"Schon als Kind habe ich  'Bücher' verfasst, Geschichten, die ich mir ausgedacht und illustriert habe, oder Ratgeber, über die Fütterung von Vögeln im Winter zum Beispiel. Meine Großmutter, die Schneiderin war, nähte dann die einzelnen Blätter mit kunstvollen Stichen zu Taschenbüchern zusammen, die ich vor dem Dorfkonsum für 50 Pfennige verkaufte. In der Pubertät hielt ich Gedanken, Gefühle und Ereignisse in einem Tagebuch fest. Das tue ich heute noch. Mit dem Erwachsenwerden rückten andere Dinge in den Vordergrund meines Lebens, doch bald merkte ich, dass mir etwas fehlte. Raum für Kreativität. Ich nahm den Faden meiner kindlichen Leidenschaft wieder auf und seitdem möchte ich das Schreiben nicht missen. Mir gefällt es, mich in Figuren hineinzudenken und einzufühlen, mit ihnen Abenteuer zu erleben. Auch bin ich eine begeisterte Leserin und fasziniert davon, wie Sprache Welten erschafft und wie mit einem Wort oder Satz manchmal alles gesagt ist. Mit meinen Texten möchte ich Leser und Leserinnen unterhalten, im besten Fall berühren. Ich schreibe Kurzgeschichten und derzeit an einem Roman. In diesem sucht die Heldin den Platz im Leben, wo sie sich entfalten kann und glücklich ist. Ich habe diesen Platz gefunden: an meinem Schreibtisch!"

(veröffentlicht am 02.05.2021)